Scheidung und Hausverkauf: Ihre Optionen im Überblick
Eine Scheidung und Hausverkauf gehören zu den emotional und finanziell anspruchsvollsten Themen für Immobilieneigentümer. Neben persönlichen Belastungen müssen rechtliche, wirtschaftliche und organisatorische Entscheidungen getroffen werden – oft unter Zeitdruck und mit hohem Konfliktpotenzial.
Die zentrale Frage lautet: Was passiert mit dem gemeinsamen Haus?
Dieser Überblick zeigt die gängigsten Optionen, erklärt Unterschiede zwischen einvernehmlicher und strittiger Trennung und hilft Eigentümern, tragfähige Lösungen zu finden.
Warum das gemeinsame Haus bei Scheidung oft zum Streitpunkt wird
Das Eigenheim ist häufig:
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der größte Vermögenswert
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emotional stark belegt
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kreditfinanziert
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gemeinsames Eigentum
Ohne klare Strategie drohen:
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finanzielle Nachteile
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langwierige Auseinandersetzungen
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Blockaden beim Neuanfang
Eine sachliche Bewertung der Optionen ist daher unerlässlich.
Option 1: Hausverkauf bei Scheidung – der klare Schnitt
Der Hausverkauf bei Scheidung ist die häufigste und oft fairste Lösung – insbesondere bei einvernehmlicher Trennung.
Wann ist der Verkauf sinnvoll?
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keiner möchte oder kann im Haus bleiben
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die Finanzierung ist allein nicht tragbar
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ein sauberer Vermögensausgleich wird angestrebt
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emotionale Distanz ist gewünscht
Vorteile
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klare Vermögensaufteilung
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keine gemeinsame Haftung mehr
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kein langfristiger Streitpunkt
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Planbarkeit für beide Seiten
➡ Interner Link:
Marktwert neutral ermitteln:
https://axelthurner.de/immobilienbewertung/
Option 2: Auszahlung – einer übernimmt das Haus
Eine Alternative zum Verkauf ist die Auszahlung eines Partners. Dabei übernimmt eine Partei die Immobilie vollständig und zahlt den anderen aus.
Voraussetzungen
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realistische Wertermittlung
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Zustimmung der Bank zur Kreditübernahme
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notarielle Regelung
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tragfähige Finanzierung
Risiko:
Ohne saubere Bewertung entstehen schnell Streit über den „richtigen Preis“.
Option 3: Gemeinsames Behalten – meist nur Übergangslösung
In bestimmten Fällen bleibt das Haus zunächst im gemeinsamen Eigentum, z. B.:
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wegen minderjähriger Kinder (Nestmodell)
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bei aktuell ungünstiger Marktlage
Risiken
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fortbestehende finanzielle Verflechtung
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Konfliktpotenzial bei Kosten & Entscheidungen
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erschwerte spätere Trennung
Diese Lösung ist selten dauerhaft sinnvoll.
Einvernehmliche vs. strittige Scheidung – die Unterschiede
Einvernehmliche Trennung
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gemeinsame Entscheidung über Verkauf oder Auszahlung
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geringere Kosten
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schneller Abschluss
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bessere Verhandlungsposition
Strittige Trennung
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Blockaden bei Verkaufsentscheidungen
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mögliche Teilungsversteigerung
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Wertverluste durch Zeitdruck
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höhere emotionale & finanzielle Belastung
Ziel sollte immer sein, Eskalationen frühzeitig zu vermeiden.
Rechtliche & steuerliche Aspekte beim Hausverkauf nach Scheidung
Eigentumsverhältnisse
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Beide im Grundbuch → beide müssen zustimmen
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Alleineigentum → andere Partei kann dennoch Ausgleichsansprüche haben
Spekulationssteuer
Keine Steuer, wenn:
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das Haus selbst genutzt wurde (Verkaufsjahr + zwei Vorjahre)
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oder die Haltedauer über 10 Jahre liegt
➡ Externer Link:
Bundesministerium der Justiz
https://www.bmj.de
Warum eine neutrale Immobilienbewertung entscheidend ist
Bei Scheidung und Hausverkauf ist der Marktwert die Grundlage für:
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faire Auszahlungen
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realistische Verkaufspreise
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sachliche Gespräche
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Vermeidung von Eskalation
Eine neutrale Bewertung entzieht emotionalen Diskussionen den Boden.
Fazit: Klare Entscheidungen schaffen Klarheit für beide Seiten
Eine Scheidung und Hausverkauf müssen kein finanzielles Desaster sein.
Wer Optionen kennt, den Marktwert realistisch einschätzt und strukturiert vorgeht, kann faire Lösungen finden – selbst in schwierigen Situationen.
Die AXEL THURNER IMMOBILIEN GMBH unterstützt Eigentümer dabei, den richtigen Weg zwischen Verkauf, Auszahlung oder Übergangslösung zu finden – sachlich, neutral und marktorientiert.