Baukrise in Deutschland 2025: Ursachen, Lösungen und Auswege
Die Baukrise in Deutschland spitzt sich weiter zu. Trotz politischer Zielvorgabe von 400.000 neuen Wohnungen jährlich bleibt der Wohnungsbau weit hinter den Erwartungen zurück. Auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel 2025 diskutierten Bundesbauministerin Klara Geywitz und Branchenexperten wie Vonovia-CEO Rolf Buch über die Gründe – und wie der Stillstand überwunden werden kann.
Warum steckt Deutschland in der Baukrise?
Die Baukrise in Deutschland 2025 ist vielschichtig. Neben hohen Baukosten spielen auch regulatorische Hürden und fehlende Digitalisierung eine entscheidende Rolle.
1. Hohe Bau- und Finanzierungskosten
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Die Baukosten liegen aktuell bei rund 4.200 €/m² – etwa 35–40 % über dem Niveau in Frankreich oder Österreich.
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Steigende Zinsen infolge der EZB-Leitzinspolitik erschweren die Finanzierung neuer Projekte.
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Die Rentabilität im Wohnungsbau sinkt drastisch – insbesondere im mittleren Preissegment.
2. Komplexe Regulierung & DIN-Vorgaben
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Unzählige Bauvorschriften auf EU-, Bundes- und Länderebene machen Neubauprojekte aufwendig und teuer.
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Die Vielzahl an DIN-Normen führt zu unnötig hohen Standards – und damit zu Kostensteigerungen ohne Mehrwert für Bauherren.
3. Uneinheitliche Grunderwerbsteuer
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Je nach Bundesland variiert die Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 % und 6,5 %.
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Das erschwert nicht nur privaten Erwerb, sondern wirkt sich auch auf Projektentwicklungen aus.
4. Digitalisierungsrückstand in den Bauämtern
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Planungsverfahren dauern zu lange.
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Bauanträge werden vielerorts immer noch analog bearbeitet – ein erheblicher Zeitverlust.
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Was Digitalisierung im Bauwesen leisten kann (externer Link – Bundesinnenministerium)
5. Gesellschaftlicher Wandel
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Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben.
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Neue Wohnformen und flexiblere Grundrisse sind gefragt – aber im Bestand kaum vorhanden.
Welche Lösungen sind denkbar?
Die Teilnehmer des Gipfels stellten konkrete Maßnahmen zur Debatte, die kurz- und mittelfristig Wirkung entfalten können.
Reduktion der Baukosten
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Einführung eines Gesetzespakets zur Reduktion unnötiger DIN-Normen
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Legale Möglichkeit für Bauherren, bei nicht sicherheitsrelevanten Standards Abstriche zu machen
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Förderung alternativer Bauweisen wie modularer Holzbau
Staatliche Anreize & Entlastung
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Einheitliche Absenkung der Grunderwerbsteuer auf 3,5 %
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Mehr Mittel für sozialen Wohnungsbau
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Steuerliche Anreize für Bauherren und Sanierer
👉 Immobilien richtig sanieren – unser Ratgeber (interner Link)
Digitalisierung vorantreiben
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Einführung von digitalen Zwillingen für Bauprojekte
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Staatlich geförderte Digitalisierung der Bauämter
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Verbindliche digitale Einreichung & Bearbeitung von Bauanträgen
Neue Wohn- und Arbeitskonzepte
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Integration von Co-Working-Spaces in Neubauprojekte
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Umnutzung von Leerstand: z. B. alte Bürogebäude als Wohnraum
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Förderung von Wohnprojekten mit gemeinschaftlichen Elementen
Fazit: Jetzt handeln – nicht diskutieren
Die Baukrise in Deutschland 2025 lässt sich nicht durch Symbolpolitik lösen. Es braucht eine strategische Kombination aus Deregulierung, Digitalisierung, Förderprogrammen und gesellschaftlicher Offenheit für neue Konzepte. Nur wenn Politik, Wirtschaft und Kommunen an einem Strang ziehen, kann der Wohnraummangel nachhaltig gelöst werden.
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